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Die modernen Neurowissenschaften haben einen bestimmten Bereich des Gehirns identifiziert, der gelegentlich als der „Interpret“ bezeichnet wird und der die Quelle des vertrauten inneren Monologs darstellt, der uns unser Selbstgefühl vermittelt. Das heißt, wir interpretieren die Ereignisse um uns herum und von uns selbst. Was oft zum eigenen Leid führt, weil die Dinge nicht so sind, wie wir sie uns vorstellen oder auch wünschen. Somit werden unsere Erwartungen nicht erfüllt und wir fangen unter Umständen an zu leiden.

Hier ein paar Beispiele:

  • Mein Mann sollte doch den Einkauf erledigen, er hat es wieder vergessen. Ihm ist unsere Beziehung nichts wert.
  • Meine Tochter / Freundin / Mann, hat mich nicht mehr lieb, sonst würde sie / er mehr Zeit mit mir verbringen.
  • Würde er mich lieben, würde er …
  • Die Situation (x) macht mich wahnsinnig. Das muss anders laufen.
  • Ich erwarte, dass er mich anders behandelt.
  • Ich erwarte, dass meine Tochter sich anders verhält.
  • So kann man doch nicht herumlaufen, wie die das tut, das ist ja peinlich.
  • Ich sollte schneller arbeiten und mich beeilen.
  • Ich sollte dünner sein und weniger Falten haben.

Das sind eine ganze Reihe von Be- und Verurteilungen, die dazu führen, dass Du mit etwas oder jemanden nicht im Einklang bist. Das macht Dich unzufrieden und lässt Dich in irgendeiner Form leiden.

Leiden ist eine freiwillige Entscheidung, wann immer wir ein belastendes Gefühl wahrnehmen, wie Unbehagen, intensive Trauer, Wut oder Verzweiflung. Wir können sicher sein, dass ein bestimmter Gedanke unsere Reaktion verursacht hat, egal ob wir uns dessen nun bewusst sind oder nicht. Wir leiden nur dann, wenn unsere Überzeugungen mit dem, was ist, im Widerstreit liegen. Wenn wir ganz klar darüber nachdenken, ist das, was ist, die Realität. Was wir tun, ist, diese Realität zu bewerten.

Um unseren Stress zu beenden, müssen wir die Denkprozesse untersuchen, die dahinter stehen. Und dies kann jeder ziemlich einfach praktizieren, mit der Methode „The Work“ von Byron Katie. Sie beinhaltet 4 Fragen, die ich später noch erläutern werde.

Ver- und Beurteilungen abzustellen ist mit das Beste, was Du auf dem Weg hin zur inneren Ruhe und Freude tun kannst. Der Mensch neigt dazu, die erlebten Situationen zu Ver- oder zu Beurteilen. Das endet häufig in Erwartungen, wie etwas sein soll, wie sich jemand zu verhalten hat und so weiter und so weiter.

Kennst Du solche Gedanken wie: „Manfred sollte nicht…“; „Du musst xy tun“;

Fazit: Manfred tut es trotzdem und keiner muss irgendetwas tun.

Glücklich macht nicht die Erfüllung von Wünschen, sondern das Aufgeben von Wünschen und Erwartungen.

Im Coaching sage ich meinen Klienten schon im Erstgespräch, dass wir ausschließlich an ihren Themen, Einstellungen, Überzeugungen, Denkmuster und Verhaltensweisen arbeiten können. Was die anderen Menschen tun, können wir nur beobachten. Beobachten in dem Sinne, was deren Verhalten bei uns bewirkt.

 

Es gibt einige Methoden, wie Du Deine Gedanken überprüfen und verändern kannst. Im Coaching finde ich den Hintergrund heraus und löse somit die Ursprungssituation auf.

Doch wenn Du es alleine probieren willst, dann erlerne die Methode von Byron Katie „The Work“.

 

Byron Katie „The Work“ – Überprüfe Deine Gedanken

Diese Methode ist eine der besten, die ich kenne, mit der Du Deine Gedanken selbst überprüfen kannst. Du bekommst Klarheit, darüber, was nur Deine Interpretationen sind. Du wirst Dein Be- und Verurteilungen anderer Menschen und von Situationen erkennen. Erst wenn Du diese bewusst wahrnimmst, wirst Du sie auch loslassen können.

Gebe Deinen Gedanken eine neue Chance und gewinne mehr Lebensfreude. Bleibe bei Dir, denn Du kannst nur Dich verändern.

Du bist der Herr Deiner Gedanken – kein anderer Mensch!

Hier ein Beispiel:

„Karin, meine beste Freundin, hätte mich nicht im Stich lassen sollen. Sie hat mich alleine gelassen.“:

  1. Ist dieser Gedanke wahr? (ja oder nein?)

Hat Karin dich wirklich im Stich gelassen?
Oder ist Karin einfach weitergezogen?

Wenn die Antwort „nein“ ist, gehe zur 3. Frage weiter.)

2. Kannst Du 100 % sicher sein, dass er wahr ist?

Hat sie dich wirklich im Stich gelassen? Hat sie das ganz bewusst getan, um dich im Stich zu lassen? Wollte sie dich im Stich lassen?
Oder hatte sie andere Motive: Stadtwechsel, einen Partner gefunden, mit dem sie ihre Zeit verbringen möchte, eine andere „beste“ Freundin entdeckt, mit der sie mehr Gemeinsamkeiten hat? …

3. Wie reagiert Du, wenn Du diesen Gedanken denkst?
Beschreibe Deinen körperlichen und seelischen Auswirkungen:

Herzrasen, Traurigkeit, Magenschmerzen, Schlafstörungen, Gedankenkreisen, …

4 Wer wärst Du ohne diesen Gedanken?

Wie würdest du dich fühlen, wenn du nicht so denken würdest? Wenn du denken könntest „Wir hatten eine schöne Zeit und es wird für uns beide Zeit, neue Menschen und neue Erfahrungen in unser Leben zu lassen.“

Nach diesen Fragen folgt die nächste Disziplin:

Kehre den ursprünglichen Gedanken um!

Ich hätte Karin nicht im Stich lassen sollen. Ich habe Karin alleine gelassen. Ich habe mich im Stich gelassen. Ich habe mich alleine gelassen.
Ist der umgekehrte Gedanke genauso wahr oder wahrer?

Diese 4 Fragen können Dein Denken ins Positive hin verändern. Du bleibst bei Dir und richtest Dich nicht mehr nach außen.

Du möchtest mich kennenlernen?

Dann schreibe mir eine E-Mail unter: info@sinnfolger.de oder melde dich gleich zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch bei mir an. In dem werden wir sehen, ob und vor allem wie ich dir weiterhelfen kann.

 

Deine

Katrin